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Zielsetzung: der erste Etat 

Die Herausforderung an die Befürworter einer betriebseigenen Web Site ist die Erlangung eines ersten Etats. Wird die Firmen-Site "richtig" konstruiert, ergibt sich alles weitere aus dem erkennbaren Erfolg der ersten Anfänge. 

Während oft gefragt wird, welchen Zusatz-Umsatz man erwarten darf, gehen Realisten davon aus, daß zusätzlicher Umsatz heute nicht zuverlässig gemessen oder geschätzt werden kann. Was sich mit erstaunlicher Präzision messen läßt, sind potentielle Einsparungen in diversen Unternehmensbereichen. 

Nur wenige Unternehmen sind Web-spezifisch. Wir betreiben eines. Suchmaschinen sind eine zweite Kategorie. Nahezu alle anderen Unternehmen arbeiten in etablierten Märkten, haben Kunden, Interaktion, Aufträge und Aktivität. Das bereits laufende Unternehmen liefert Ihnen jede nur wünschenswerte Munition: Sie wissen, was ein neuer Kunde kostet. Sie wissen, wieviele Interessenten Sie bearbeiten müssen, bis Sie einen in einen Kunden verwandeln. Und Sie wissen, welche Kosten jeder potentielle Kunde verursacht, bevor diese Investition sich auszahlt. 

Jede Anfrage, jede verschickte Broschüre und jeder diktierte Begleitbrief hat einen Kostenfaktor. Jemand, der Ihre Informationen über eine Web Site abruft, spart Ihnen diese Kosten und den in den seltendsten Fällen irgendwelchen Projekten direkt zugeordneten Zeitaufwand. Mehr noch: wer nicht nur auf Anfragen wartet, sondern wer traditionelle Werbung einsetzt, richtet sich an Empfänger, von denen längst nicht jeder kaufbereit ist. Nicht jedes Inserat, jede verschickte Broschüre, jeder Katalog und jedes Angebot führt zu einem Auftrag. Wer Ihre Informationen auf Ihrer Web Site abruft, will dagegen hier und heute etwas wissen. 

Rechnen Sie aus, wieviele Inserate, Direktmails, Broschüren und Kataloge Sie sparen, und Sie haben eine schlecht zu widerlegende und beeindruckende Zahl: Produktionskosten des Werbematerials plus interne Bearbeitungskosten. 

Versteckte Einsparungen: 

Nicht so offensichtlich, aber massiver und unwiderlegbarer sind die vielen Einsparungen, die in anderen Abteilungen des Betriebes anfallen. Kundendienst, technische Information, Research und auch Marktforschung sind Bereiche, die entscheidend von einer Web Site profitieren. Überall dort, wo wir uns an telefonische Warteschlangen gewöhnt haben, wo teure Mitarbeiterzeit in erster Linie Kundenzufriedenheit und erst indirekt zukünftige Umsätze produziert, resultiert eine Web Präsenz in massiven Kosteneinsparungen bei. Die Umgehung traditioneller Warteschlangen und die Möglichkeit der Selbstbedienung genau dann zu bieten, wenn der Kunde spezifische Informationen benötigt, führt obendrein zu zufriedeneren Kunden und damit größerer Kundenbindung. 

Auch hier sind die bisherigen Kosten bekannt: die Gehälter und Sozialkosten der in Kundendienst und anderen Abteilungen Dienst leistenden Mitarbeiter und die für den Kunden oft kostenlosen Telefonleitungen werden entlastet. Dabei hängt die Auslastung der "automatisierten Selbstbedienung" längst nicht mehr von der technischen Ausrichtung des Unternehmens ab. Auch traditionell nicht mit dem Computer vertraute Zielgruppen gehen mehr und mehr dazu über, sich in nahezu allen Branchen selbst zu bedienen. 

Das durchschnittliche Arbeitsjahr hat rund 1,800 Arbeitsstunden. Selbst erstklassige Mitarbeiter verbringen selten mehr als 800 oder 900 Stunden mit Kundenkontakten. Dabei kann das Unternehmen jedes Jahr 8,760 Stunden lang Kundeninteraktion betreiben. Das Potential für Mitarbeiterentlastung und zusätzliche Kundenkontakte ist kaum zu ermessen, wenn die Firmen-Site von vornherein auf Kundeninteraktion, und nicht, wie heute üblich, auf betriebliche Selbstdarstellung, ausgelegt wird. 

Die Rechtfertigung einer Firmen-Site ist eigentlich nur dann schwierig, wenn das Unternehmen noch keinen Kundenkreis besitzt. Und die rapide Entwicklung des Mediums belegt immer wieder, daß die die anfänglich überwiegend aus Computeranwendern zusammensetzende Web-Bevölkerung mehr und mehr der Durchschnittsbevölkerung entspricht. Damit werden auch nichttechnische Unternehmen mehr und mehr gezwungen, Informationstechnologie einzusetzen. 

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